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Karmeliterkirche Döbling

19. Bezirk, Kardinal-Innitzer-Platz
 

Ende des 19. Jrh. zog der Karmeliterorden von der Leopoldstadt nach Döbling um, wo in den Jahren von 1898 bis 1901 ein neues Kloster mit Kirche entstand. Die alte Karmeliterkirche wurde zur Pfarrkirche. Der Architekt Richard Jordan lieferte die Baupläne für den Komplex. Die Kirche ist eine neoromanische dreischiffige Basilika mit einer majestätischen Doppelturmfassade. Das vierjochige Langhaus ist 40m lang und 20m breit. Das Kircheninnere ist sehr farbenfroh und wertvoll ausgestattet. Über dem Hochaltar mit den Figuren der vier griechischen Kirchenlehrern und einer Kreuzigungsgruppe von Ludwig Schadler füllt das grossartige Gemälde von Josef Kastner die Chorwand aus. Es zeigt die Heilige Familie umgeben von Engeln und Heiligen. Die sechs Seitenaltäre sind weitere kunstvolle Elemente der Kirchenausstattung: Der Gnadenaltar besteht aus Untersberger Marmor und wurde 1904 fertiggestellt. Das Gnadenbild „Maria mit dem geneigten Haupt“ stammt von einem unbekannten Künstler aus dem 15. oder 16. Jrh.

Weitere Altäre sind der Jesukindaltar ebenfalls aus Untersberger Marmor mit einem hölzernen Jesuskind, Der Christkönig-altar im Art Déco Stil von Peter Jordan, der Theresen-Altar mit dem Gemälde der Verklärung des Herrn am Berg Tabor, der Johannesaltar von Wilibrord Verkade und der Josefsaltar. In der angebauten Theresienkapelle befindet sich die Grabstätte des spanischen Karmeliterpaters Dominicus a Jesu Maria, welcher um 1632 das Karmeliterklosters in der Leopoldstadt mitbegründet hat. Sein Grab lag früher in der ehemaligen Karmeliterkirche. Geweiht ist die Kapelle der Karmeliterschwester Theresia von Lisieux, welche heilig gesprochen wurde.
 


 


 



 




 

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