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Café Hummel

7. Bezirk, Josefstädterstrasse 66

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Das Haus, in dem Philipp Fahrbach 1885 starb, beherbergt im Parterre das Café Hummel, eine der bedeutendsten Institutionen im bieder-bürgerlichen 8. Stadtbezirk. Bis 1935 hiess das Ecklokal Café Parzival, als Karl Hummel es übernahm und ihm in der Folge seinen Familiennamen gab. Nach seinem Tod im Jahre 1967 übernahmen sein Sohn Georg und dessen Gemahlin das traditionelle Kaffeehaus. Seit 2005 führt Christina Hummel das Café in der dritten Generation.

Die Einrichtung des Café Hummel war seit jeher kaum einer bestimmten Zeit zuzuordnen. Aus jedem Jahrzehnt der vergangenen 70 Jahre schien sich hier etwas erhalten zu haben, bunt durchmischt, zuweilen zusammengewürfelt und dadurch irgendwie besonders charmant. Das Kaffeehaus hatte wahrhaftig Patina.
So wie im Verlauf der letzten Dekade zahlreiche Wiener Kaffeehäuser ein Lifting erfuhren - bei den einen sehr gelungen, bei den anderen weniger oder überhaupt nicht - so stand im Frühjahr 2012 schliesslich auch im Hummel eine Generalüberholung an. Seitens der Geschäftsleitung war zwar von einer "sanften Renovierung" die Rede, doch handelt es sich aus Sicht des Autors um eine umfassende Neugestaltung, die nicht wirklich als geglückt bezeichnet werden kann. Die Patina ist Geschichte, ersetzt durch frisch gestrichene cremefarbene Wände, hellbraune Lederbezüge, die Lüftungsrohre sind hinter Verschalungen mit Spotlampen verschwunden. Sie lassen den Raum viel kleiner erscheinen als zuvor. Die Theke ist nicht mehr diejenige eines Kaffeehauses, sondern vielmehr zu einer schicken Bar umgewandelt. Der ehemalige Hauch von Heruntergekommenheit, der dem Kaffeehaus ungemeinen Charme verliehen hat, ist Geschichte.
 

Das einzige, was hinübergerettet worden ist, sind die edlen Kugelluster- und appliquen aus Messing und Teile des alten Fischgrätparketts. Der grosse Spiegel an der Wand ersetzt die grosse Abbildung des ganz alten Café Hummel. Bis 1973 hing hier bereits ein Spiegel dieses Formates.
Alles in allem macht das neue Hummel den Eindruck eines zu gross geratenen modernen Tearooms, durchaus edel gestaltet und sehr wohl gemütlich mit angenehmer Atmosphäre. Die hervorragend schmeckende Melange wird selbstverständlich nach wie vor vom freundlichen Herrn Ober auf dem Silbertablett serviert, unverändert auch die grosse Auswahl an Zeitungen und Speisen. Aber die alte Wiener Kafeehausromantik hat die Räume mit dem Umbau auf einen Schlag verlassen. Die Meinungen unter den Gästen gehen stark auseinander. Die einen begrüssen die Neuerung, die anderen trauern dem alten Hummel nach.
Beliebt und auch nach dem Umbau noch sehr zu empfehlen ist der grosse Gastgarten auf der Seite zum Hamerlingplatz. Unter einer Markise sitzend lässt es sich hier endlos im Gespräch oder mit einer Zeitung verweilen.

 


 


 


 


 



 


Zustand vor der Renovation


Zustand vor der Renovation


 

 

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