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Das Haus, in dem
Philipp Fahrbach
1885 starb, beherbergt das Café
Hummel, eine der bedeutendsten Institutionen im bieder-bürgerlichen
8. Stadtbezirk. Bis 1935
hiess das Ecklokal
Café Parzival, als Karl Hummel es übernahm und es in der Folge nach seinem Namen
umbenannte. Nach seinem Tod im Jahre 1967 übernahmen sein Sohn Georg und
dessen Gemahlin das traditionelle Kaffeehaus. Noch heute ist die Familie
Hummel die Besitzerin und führt den Betrieb.
Die Einrichtung des
Café Hummel ist kaum einer bestimmten Zeit zuzuordnen. Aus jedem Jahrzehnt der
vergangenen 70 Jahre scheint sich hier etwas erhalten zu haben. Doch das
zugegebenermassen teils unübersichtliche Gemisch an diversen Stilen und
Utensilien aus unterschiedlichen Epochen beraubt das Hummel nicht seines
Charmes des traditionellen Wiener Kaffeehauses. Die schönen
Kugelleuchter aus Messing an Decke, Wänden und Fensternischen machen das
eine oder andere unattraktive Objekt wieder wett. Selbst die zwei
hässlichen Lüftungsrohre, die sich über die ganze Raumlänge hinwegziehen,
stören wenig. Patina hat das Kaffeehaus so oder so. Genauso durchmischt
wie das Interieur ist das Publikum, das hier ein- und ausgeht. Vom
Literat über den Studi bis hin zum Nachtschwärmer oder zum einfachen
Müllmann findet alles den Weg ins Hummel.
In einem Hinterzimmer stehen Spielautomaten,
an denen sich stets der eine oder andere Zocker versucht. Und wird ein
wichtiges Fussballmatch im Fernsehen übertragen, so findet sich hier
jeweils ein Grüppchen von Fans ein, um das Spiel zu verfolgen. Beliebt
ist vor allem der grosse Gastgarten auf der Seite zum Hamerlingplatz.
Unter einer riesigen Markise geniessen es die Gäste vor allem im
Hochsommer, im Schatten eine Erfrischung zu sich zu nehmen oder einfach
im Gespräch oder mit einer Zeitung zu verweilen. |