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Hofmannsthal-Schlössl
23. Bezirk, Ketzergasse 471
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Das barocke
Schlösschen am Ende der heutigen Ketzergasse weit draussen in Rodaun
wurde 1724 für Fürst Trautson errichtet. Nachdem
Maria Theresia
Besitzerin des Gebäudes geworden war, schenkte sie es ihrer vertrauten
Kindserzieherin Gräfin Karoline von Fuchs-Mollard, genannt Charlotte.
Darauf war das Haus unter dem Namen „Fuchs-Schlössl" bekannt.
In den
folgenden Jahrzehnten wechselte das Anwesen mehrmals den Besitzer. Die
heutige Bezeichnung „Hofmannsthal-Schlössl" geht auf die Zeit von 1900
bis 1929 zurück als der Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal hier lebte
und starb. Seine Witwe Gerty blieb weiterhin im Schlösschen, bis sie um
1939 nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland nach England
floh. |
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1988 wurde das
Hofmannsthal-Schlössl restauriert. Die barocke Anlage besteht aus dem
Herrenhaus und einem ehemaligen Stöcklgebäude. Dazwischen liegt der Hof,
der gegen die Ketzergasse hin mit einer Mauer begrenzt ist. Dem
Hauptgebäude ist hofseitig eine Freitreppe vorgelagert mit
biedermeierlichem Geländer aus Schmiedeeisen.
Das Treppenhaus im Inneren
verfügt über ein Steinbalustergeländer und eine Figur des hl. Johannes
Nepomuk. Die Räume im Obergeschoss sind mit barockem Stuckwerk versehen,
das teils Rokoko-Formen aufzeigt. Die Kachelöfen sind im Empire-Stil
gestaltet. Laubwerkdekor, Rocaillen, Wandmalereien mit Staffagefiguren
und mehrere Portraitgemälde sind weitere Elemente der wertvollen
Einrichtung. Im Erdgeschoss des Stöcklgebäudes existiert noch eine
ehemalige Kapelle mit Stichkappengewölbe aus der Erbauungszeit. Ein Raum
in der oberen Etage ist mit einem Fresko des Hafens von Marseille und
einem Empire-Kachelofen ausgestattet.
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Gedenktafel am Haus auf der Landstrasse, wo
der Schriftsteller zuvor gewohnt hat.
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