|
<<
zurück
Die Heumühle auf der Wieden
4. Bezirk, Schönbrunner Strasse 2
|
Unbekannt
und bislang fast vergessen steht der vermutlich älteste Profanbau Wiens
am ende der Grüngasse in einem Innenhof, welcher zur Heumühlgasse Nr. 9
gehört. Teile der erzbischöflichen Heumühle stammen aus dem 14. Jrh.,
wobei der Ursprung des Gebäudes jedoch ins 13. Jrh. zurückgeht. Ein
Seitenarm des Wienflusses, der Mühlbach, hatte die Mühle gespiesen bis
er im Jahre 1856 von der Stadt Wien aus hygienischen Gründen
zugeschüttet und der Betrieb der Mühle eingestellt wurde.
Einst gehörte die Heumühle (ursprgl. Name vor dem 17. Jrh. „Steinmühle“)
zur Grundherrschaft eines Bürgerspitals, welches als Heiligengeistspital
erwähnt wurde. |
 |
|
Um 1528 brannte die Mühle aus, wovon heute noch Spuren
festgestellt werden können. Um 1533 gelangte die Mühle unter Kaiser
Ferdinand I. an das Bistum Wien. Im selben Jahrhundert entstanden
mehrere Aus- und Umbauten, welche mitunter die Errichtung eines
Vorhauses mit Küche, Backstube und Kammer umfasste. Trotz weiterer
zahlreicher Veränderungen bestand der Mühlbetrieb der Heumühle bis ins
bereits genannte Jahr 1856.
Gegenwärtig wird die ganze Liegenschaft generalsaniert.
Die Mühle wird - unter Erhaltung der
historischen Bausubstanz - ausgebaut und kann für Veranstaltungen und
Seminare benutzt werden. |
|