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Haashaus

1. Bezirk, Stock-im-Eisen-Platz 4
 

Um 1866 begann am Stephansplatz gegenüber des Stephansdoms die Errichtung eines prunkvollen Gebäudes. Auftraggeber war das Teppichhaus Philipp Haas & Söhne, die Pläne lieferten die Architekten der Staatsoper August Siccard von Siccardsburg und Eduard van der Nüll. Der Bau war im Jahre 1867 vollendet, und es war das erste Haus in Wien, welches mit der Eisengerüstbauweise erbaut wurde. Das eiserne Gerippe wurde mit einer streng historistischen Fassade verkleidet. 1945 wurde das Gebäude von Bomben schwer getroffen und nach dem Krieg demoliert. In den Jahren 1951-53 entstand ein Neubau nach Plänen von Max Fellerer und Carl Appel, welcher um 1985 wieder abgerissen wurde, um einem neuen, grossen Projekt zu weichen.

Haashaus, Wien

Haashaus, Wien
 

Es war ein waghalsiges Projekt, sah es doch einen postmodernen Glasbau vor, welcher inmitten alter Bausubstanz zu stehen kommen sollte. Hans Hollein (*30. März 1934, Wien) lieferte die Pläne für den Komplex. Es entstand ein imposanter Spiegelglasbau mit markantem Runderker, was einen planmässigen städtebaulichen Einschnitt bedeuten sollte auf der Linie zwischen Graben und Stephansdom. Das Haas-Haus erlangte seine architektonische Bedeutung nicht zuletzt dadurch, dass es ein bahnbrecherisches Projekt darstellt als hervorstechender Kontrast zu den umliegenden alten Gebäuden, was bisher in diesem Ausmasse einmalig ist. Sehr wohl kann es als gelungen betrachtet werden, da es dem Stephansplatz angesichts der alten Architektur ein charakteristisches Bild verleiht.

Haashaus, Wien

 

 






 







 












 

 

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