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Die Pfarrkirche von
Gumpoldskirchen entstand vermutlich im späten 14. Jrh. oder im frühen
15. Jrh. und ist dem Heiligen Michael geweiht. Sie steht auf einer
Anhöhe oberhalb des Dorfkerns und ist baulich mit dem Schloss der
Deutschen Ordens verbunden. An dieser Stelle stand in alter Zeit eine
Burg der Babenberger, zu der ebenfalls eine Kirche gehörte. Diese hatte
anfangs zur Pfarre Traiskirchen gehört, bevor sie gegen 1200 zur
selbständigen Pfarrkirche von Gumpoldskirchen erhoben wurde. Mauerreste
dieser Urkirche sind noch heute im Kapellentrakt des Schlosses sichtbar.
Vor der Kirche auf der Dorfseite existiert noch ein Teil des
Wassergrabens, welcher im Jahre 1537 zum Schutze angelegt wurde. Früher
war die Kirche von einem Friedhof umgeben, welcher über die Brücke
zugänglich war. Die barocke Statue auf der Brücke zeigt den
Brückenpatron Johannes Nepomuk. Die Kirche selbst ist eine landläufige
Hallenkirche mit drei gleich hohen Schiffen. Der Turm dürfte erst später
hinzugebaut worden sein. Die Altäre stammen aus der Barockzeit. Vor
wenigen Jahren wurde unter dem Presbyterium eine Krypta entdeckt, welche
aus der Erbauungszeit stammt.
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