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Wer das Café Goldegg
betritt, wähnt sich sogleich auf angenehme Weise um 50 Jahre in die
Vergangenheit geworfen. Hier ist alles alt, ja museal und original. Die
prächtigen Wandvertäfelungen mit feinen Intarsien, der abgenutzte, aber
dennoch gepflegte Fischgrät-Parkettboden, die abgesessenen, aber
ebenfalls voll intakten grünen Samtbezüge über den Polstern, die
vornehmen Kugelluster aus Messing, die gepflegten Gardinen, die
Marmortische und die Stühle... Alles ist genau so wie zu Grossmutters
Zeiten - und fast perfekt erhalten. Im Raumteil auf der Seite der
Argentinierstrasse stehen seit Jahrzehnten die alten Billardtische.
Dahinter ein schwerer Kanonenofen. An der Decke hängt eine alte Uhr. Sie
ist stehen geblieben, so wie die Zeit im Café Goldegg stehen geblieben
ist. Dieses Lokal hat wahre Patina. Im Café Goldegg geht es stehts ruhig und gelassen zu und her. Keine
Hektik und immer freie Plätze. Wer das Goldegg für sich entdeckt, der
muss einfach wieder kommen. Durch seine etwas abgelegene Lage wenige Schritte
hinter dem Chor der
Elisabethkirche ist das Goldegg ein wahrer Insidertipp. Hierher
verirrt sich kaum ein Tourist. Wer in Ruhe ein Buch oder eine Zeitung
lesen will oder kostenlos und ungestört mit seinem Notebook im Internet
surfen möchte, der macht sich auf ins Goldegg.
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