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Café
Florianihof

8. Bezirk, Florianigasse 45


 
       
   

Es ist wenig los in der Gegend rund ums Amtshaus des 8. Bezirkes. Umso beschaulicher ist der Ort hier mit schönen späthistoristischen Gründerzeithäusern. In einem von ihnen - direkt gegenüber des Amtshauses - gibt es ein Kaffeehaus, das sich der Kenntnis Auswärtiger weitgehend entzieht. Und das ist eigentlich ganz gut so, denn so ist hier meist ein recht junges Wiener Publikum unter sich, und entsprechend familiär ist die Stimmung. Aber nicht, dass dies falsch verstanden wird: Willkommen ist hier selbstverständlich jeder.
Ein Kaffeehaus gab es hier in diesem Raum mit dem J-Grundriss schon lange. Aber irgendwie dümpelte der Betrieb in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zunehmend vor sich hin. Selbst die Renovation in den 80er-Jahren brachte kaum frischen Wind in das Jugendstil-Café. Es galt als düsterer Ort, der eher von Nachtschattengewächsen frequentiert wird. Dann kam die Jahrtausendwende - und es ward Licht im Florianihof. Von Markus Rühl übernommen, wurde das Café sehr umsichtig renoviert, seine minimalistische Jugendstilschönheit wieder zum Vorschein gebracht.

 

Alles erstrahlt seither ungewöhnlich hell und einladend. Es ist vor allem diese Helligkeit und die vornehme Schlichtheit des späthistoristischen Dekors, welche das Kaffeehaus ohne jeglichen Klimbim auskommen lässt. Selbst die Holzvertäfelung hebt sich kaum von den Wänden ab und bildet eine farbliche Einheit. Ein klassischer Windfang, eine einheitliche Möblierung und ein wunderschöner Fischgrätparkett geben dem Raum seinen Charme. Schade: Die Jugendstil-Kugellampen an der Wand von einst sind mit einer unattraktiven Spotbeleuchtung an der Decke ersetzt worden. Ein paar gemalte Stücke zeitgenössischer Kunst schmücken die hellen Wände. Die Schank ist eher unwienerisch und mehr in der Art eines Bistros. Aber das ist vernachlässigbar. Das Angebot an Zeitschriften und Tagesblättern kann sich sehen lassen, und auch der Service agiert aufmerksam und sehr freundlich. Der Kaffe ist bestimmt einer der besten weit und breit. Das Angebot hat sich einer gewissen Trendigkeit verschrieben, doch das kommt hier ganz gut an, und es passt prima in dieses einladende Jugendstilkaffeehaus, das wohl am besten ein Geheimtipp bleibt.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7.30-22.30 Uhr, Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen 9-19 Uhr
 

 
 

 

 

 

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