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Die prächtige Freitreppe im secessionistischen
Stil führt von der Theobaldgasse hinunter zur Fillgradergasse. Benannt sind
Gasse und ergo die Treppe nach Anna Fillgrader (1763-1831), Witwe eines
Glockengiessers und Gründerin einer wohltätigen Stiftung für verarmte
Bürger. Die Stiege
überwindet einen Teil des Niveauanstieges zwischen der Wienzeile und der
Mariahilferstrasse.
Die Pläne für die Fillgraderstiege lieferte der Jugendstilarchitekt Max
Hegele, Schüler Otto Wagners und
Erbauer der Luegerkirche
auf dem Zentralfriedhof.
Errichtet wurde die Treppenanlage in den Jahren 1905 bis 1907. Sie ist nach
der Strudlhofstiege die
bedeutendste Jugendstil-Stiege unter freiem Himmel in der Stadt Wien. Hegele
hat Stein und Gusseisen geschickt zu einem Gesamtkonzept miteinander
verbunden.
Im Jahre 1981 musste eine Seite der Anlage wegen erheblicher Bauschäden
gesperrt werden. Nach einer umfassenden Sanierung, bei der Teile der Anlage
erneuert werden mussten, wurde die Treppe 1984 wieder freigegeben. Eine
Entwässerungsanlage wurde installiert und sorgt seither dafür, dass
Regenwasser abfliessen kann. Seit 1985 ist im Inneren der Stiegenanlage ein
Bistro eingerichtet. Im Jahre 2004 wurde die Fillgraderstiege zur
viertschönsten Treppenanlage Europas ernannt.
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