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In den Jahren 1908/09 wurde die Kirche an der
Kreuzung Endresstrasse / Rudolf-Zeller-Gasse nach Plänen von Theodor Ruf
erbaut. Somit hatte der Orden der Redemptoristinnen eine Klosterkirche
erhalten. Als der Orden jedoch zunehmende Geldnot und mangelnden Nachwuchs
zu beklagen hatte, musste der Klosterbetrieb niedergelegt und das
Klostergebäude verkauft werden. Das Schwesternhaus wurde an die
Missionsschwestern vom göttlichen Erlöser und die Kirche an die Erzdiözese
Wien übertragen. 1996 wurde die Erlöserkirche zur Pfarrkirche erhoben und in
den Folgejahren die neue Pfarre aufgebaut. 1999 und 2000 erhielt die Kirche
je eine Innen- und eine Aussenrenovation und neue Einrichtungsgegenstände
(Altar, Ambo, Taufbecken). Die Erlöserkirche hat gleichzeitig immer noch die
Funktion einer Klosterkirche für die Erlöserschwestern, die im benachbarten
Gebäude betreutes Wohnen für Frauen und Kinder betreiben.
Die Erlöserkirche in Liesing ist ein
neuromanischer Bau mit schlankem Turm, welcher einen Spitzhelm trägt. Die
Architektur weist die klassischen Formen aus der Romanik auf. Diese Formen
setzten sich im Kircheninneren fort. Über dem hölzernen Tabernakel steht
eine Kreuzigungsgruppe . Die Kanzel ist ebenfalls aus Holz angefertigt und
weist am Korb reichen figuralen Schmuck auf.
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