3. Bezirk, Rennweg 63

Das zwischen 1834 und 1836 vnach Plänen von Carl Roesner erbaute Kloster mit Kirche am Rennweg gehörte ursprünglich dem Orden der Redemptoristinnen. 1908 übernahm der Methodius-Verein die gesamte Anlage und leitete umfassende bauliche Veränderungen ein; Teile des Klosters wurden dabei abgetragen. Um 1922 ging das Anwesen an die Kongregation der Tröster von Gethsemane über. Diese ist bis heute um die Seelsorge für die Tschechen und Slowaken besorgt. Während des Zweiten Weltkriegs traf eine Bombe die Kirche schwer und zerstörte dabei das Presbyterium und den Hochaltar.

Der Innenraum der Kirche ist ausgewogen proportioniert und wirkt durch sein mildes Licht einladend. Mittelpunkt bildet die elf Meter breite und acht Meter hohe Altarwand mit einem monumentalen Fresko von Josef Magerle aus dem Jahr 1948. Es zeigt den Allerheiligsten Erlöser, eingefügt in die Dreifaltigkeit. Neben Christus stehen die schmerzhafte Muttergottes, Johannes der Täufer, der heilige Josef und die heilige Margaretha Maria Alacoque.

Die Darstellung wird von Engeln umrahmt, welche die Leidenswerkzeuge Christi tragen. Auf dem Fresko sind zahlreiche weitere Heilige dargestellt, überwiegend böhmische und mährische Landespatrone. Der Hochaltar mit seinem Bogenaufsatz stammt aus derselben Zeit. Das Gnadenbild „Maria von der immerwährenden Hilfe“ im Zentrum entstand jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und blieb beim Bombenangriff unversehrt. Die sechs Seitenaltäre greifen die Formen des Hochaltars auf. Um 1935 wurde links neben dem Portal eine Marienkapelle eingerichtet. Die Holzfigur in der Ecknische zeigt Christus in der Rast.


