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Um 1908 liess die Gesellschaft der Salesianer Don Boscos in Neuerdberg eine
den Heiligen Schutzengeln geweihte Kapelle erbauen. Der Ruf nach eine
Pfarrkirche wurde bald laut, doch konnte dieser Wunsch wegen der schlechten
Wirtschaftslage vorerst nicht erfüllt werden. Erst in den Jahren 1954 bis
1958 konnte auf dem angekauften Grundstück einer im Krieg zerstörten
Volksschule die Planung und der Bau einer Pfarrkirche verwirklicht werden.
Der Architekt war Robert Kramreiter. Die Kapelle diente fortan als
Hauskapelle des Salesianums.
Es entstand ein stattlicher Kirchenbau mit interessanten kubischen Formen.
Die Wände bestehen aus Stahlbeton, und die Fenster sind aus Betonmasswerk.
Aussen besteht die Kirche aus Sichtbetonwänden, welche damals die ersten in
Europa waren. Der 13m hohe Innenraum ist besonders interessant, liegt er
doch bloss auf vier Stützpunkten, so dass man von jeder Stelle in der Kirche
den Altarraum sehen kann. Eine weitere Attraktion ist die Decke, welche aus
konvexen Betonschalen besteht. Der Hochaltar liegt erhöht und ist aus
Travertin angefertigt. Die gemalten Glasfenster sind von besonders hoher
künstlerischer Bedeutung, denn ausschliesslich namhafte österreichischer
Künstler der Gegenwart haben sie geschaffen.
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