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Augustinrunnen

7. Bezirk, Neustiftgasse 32

  augustinbrunnen1.jpg

Da, wo die Kellermanngasse in die Neustiftgasse mündet, liegt ein lauschiger Platz mitten im dicht bebauten Siedlungsgebiet. Im 15. Jh. befand sich hier ein Tandlermarkt, der in erster Linie von Strohhändlern benutzt wurde. Um 1679 hob man in St. Ulrich eine Grube aus für die Toten, welche die damalige Pestepidemie forderte. Der bekannte und beliebte Dudelsackpfeifer Marx Agustin wurde in diese Grube geworfen, weil die Totengräber ihn auf der Strasse liegend vorfanden. Man hielt ihn für eine Pestleiche, Augustin schlief jedoch bloss seinen Schwips aus (vgl. Sage vom "Lieben Augustin").

Ein erstes Ansinnen, hier dem Lieben Augustin ein Denkmal zu widmen, gab es bereits Mitte 19. Jh., was jedoch nicht umgesetzt worden ist. Erst nach der Jahrhundertwende wurde schliesslich der Wiener Bildhauer Hans Scherpe (1855-1929) beauftragt, eine Augustin-Figur aus Bronze zu schaffen. Sie sollte einen Brunnen auf dem Platz bekrönen. Am 4. September 1908 enthüllte der damalige Bürgermeister Karl Lueger feierlich den neuen Augustin-Brunnen. Während des Zweiten Weltkrieges jedoch wurde die Bronzefigur eines nachts abmontiert. Wenig später war auf dem Sockel zu lesen „Der schwarzen Pest bin ich entronnen, die braune hat mich mitgenommen.“ Wenige Jahre nach Kriegsende fertigte der Wiener Bildhauer Josef Humplik (1888-1958) die heutige Augustin-Figur aus Sandstein an. Ihre Erscheinung entspricht dem damaligen Zeitgeschmack. Am 18. Oktober 1952 wurde sie enthüllt. Erst 2009 erhielt der kleine Platz offiziell den Namen Augustinplatz.

Der Augustinbrunnen steht auf einem Stufenpodest. Die Brunnenschale ist flach gestaltet. Die Wasserspender sind von halbplastischen Weinranken umgeben. Eine Inschrift an der Schauseite weist auf die Errichtung anno 1908 hin. Rückseitig ist zu lesen „Ich war hin, nun habt's mich wieder und nun hört's auf meine Lieder“.


 

augustinbrunnen2.jpg augustinbrunnen4.jpg
©Michael Rozhon

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