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Das Café Anzengruber
an der Schleifmühlgasse ist eine kleine Besonderheit untern den Wiener
Kaffeehäusern. Obwohl seine Geschichte unspektakulär ist, gilt es
dennoch als nicht wegzudenkende Wiener Institution. Seit 1949 ist die
Gaststätte in kroatischen Händen und wird erfolgreich geführt.
Ausstattungstechnisch sticht das Kaffeehaus ebenfalls nicht besonders
hervor: Neben den obligaten Thonet-Sesseln und der beachtlichen Raumhöhe
ist die Inneneinrichtung mit grauem Linoleum, einer einfachen
Holzvertäfelung und unkomfortablen Bänken kaum nennenswert. Trotzdem ist
das Lokal immer voll und erfreut sich im Allgemeinen sehr grosser
Beliebtheit. Legendär sind die Fussballabende, an denen die Anhänger vor
einem grossen Bildschirm sitzen und johlend das Spiel verfolgen. Der
kroatische Besitzer sorgt für eine entsprechende Speisekarte, die neben
den üblichen Wiener Gerichten eben die kroatische Küche umfasst.
Erfahrungsbericht:
Wer auf Sitzkomfort gerne auch mal verzichten kann und gutes Essen in
plüschiger Umgebung mit familiärer Atmosphäre schätzt, der ist im
Anzengruber gut bedient. Die Speisen schmecken vorzüglich, und das
Personal ist nett und zuvorkommend. Bei entsprechendem Wetter kann man
vor dem Lokal unter Sonnenschirmen sitzen.
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