|
Schon vor dem Bau der Kirche
wurden in der Englischen Botschaft, auf deren Grundstück das heutige
Gotteshaus steht, Messen gefeiert. Dies geschah seit dem frühen 18. Jrh.,
wobei die Geistlichen gleichzeitig Botschaftssekretäre waren. Kaiser
Franz
Joseph I. zeigte sich gegenüber nichtkatholischen Kirchen sehr offen und
tolerant, weshalb er den geplanten Bau einer Kirche für die anglikanische
Gemeinschaft förderte. Am 8. Juli 1877 konnte die Anglikanerkirche
eingeweiht werden. Die kleine neugotische Kirche ohne Turm fasst rund 250
Menschen. Auffallend sind die bemalten Fenster, welche Motive des guten
Hirten, der Auferstehung Christi, der Taufe Christi und von Schutzengeln
zeigen. Vor der Kirche befindet sich eine kleine Grabstätte. Darin liegt
seit 1885 der Lieblingsaffe der Tochter des damaligen Botschafters begraben.
|