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Volkstheater
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Im Jahre 1889 gründeten
Wiener Bürger, unter denen sich auch der bedeutende Dramatiker Anzengruber
und der Möbelfabrikant Thonet befanden, das Volkstheater als bürgerliches
Pendant zum Hofburgtheater. Die
Erbauer waren die wichtigsten Theaterarchitekten der damaligen Zeit,
Ferdinand Fellner und
Hermann Helmer. Sie errichteten das Volkstheater im
Stil des Historismus.
Das prachtvolle Haus, welches ursprünglich im sogenannten
Stadterweiterungsgebiet stand, gehört heute zum innerstädtischen
Kulturbezirk und befindet sich in unmittelbarer Nähe der
Historischen Museen und des
Museumsquartiers. |
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Hinteransicht |
Das Volkstheater war nach den
katastrophalen Bränden des Opernhauses in Nizza am 23. März 1881 und des
Ringtheaters in Wien am 8. Dezember 1881 das erste Theatergebäude, welches
allen Sicherheitsvorschriften entsprach. Es war auch das erste Theater, das
elektrisch beleuchtet wurde und ging dadurch in die Architekturgeschichte
ein. Während der Nazizeit wurde das Haus verwüstet und durch den späteren
Zweiten Weltkrieg beschädigt. 1980/81 erfolgte eine umfassende Restauration,
welche dem ehrwürdigen Bau den alten Glanz zurückbrachte. |
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Das Volkstheater war seit jeher eine Sprechbühne. Namhafte Volksklassiker
wie Raimund oder Nestroy brachten hier ihre Werke zur Aufführung. In
politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten wurde am Volkstheater
gelegentlich auch leichte Unterhaltung in musikalischer Form geboten.
Ansonsten ist es jedoch ein reines Sprechtheater geblieben. Seit 1988 wird
das Haus von einer Emmy Werner geleitet, die erste Frau Österreichs, welche
ein grosses Theater unter sich hat.
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