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Als in den 70er Jahren die Wiener U-Bahn gebaut
wurde und man die Grube für die Station am Stephansplatz aushob, wurde in
12m Tiefe eine unterirdische Kapelle („capella subterranea“) freigelegt, ein
frühgotischer Sakralbau, der vor rund 250 Jahren zugeschüttet worden war. Die geschichtlichen Hintergründe der Kapelle liegen grösstenteils im
Dunklen. Der Bautyp verweist auf das frühe 13. Jrh., als Friedrich der
Streitbare, letzter Herzog des Hauses deren von Babenberg, in Wien regierte.
Historiker halten unter anderem die Möglichkeit für denkbar, dass der Herzog
diese Kapelle erbauen liess, um sie dem heiligen Coloman zu weihen, welcher
der Schutzpatron der Diözese hätte sein sollen, die als Vorstand des Bistums
gedacht war, welches Wien aber offenbar nie geworden ist, da keine Chronik
etwas davon erwähnt. Man weiss aber, dass im Jahre 1307 eine Kapelle existiert hat, welche der
Bürgerfamilie Chrannest gehörte und möglicherweise als Familiengruft dienen
sollte. |
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