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Im Jahre 1211 liess
ein wohlhabender Grundbesitzer namens Dietrich in der Nähe des
Spittelberges eine
Kapelle errichten, welche St. Ulrich geweiht war. Damals hiess die
Siedlung Zeismannsbrunn, und die Kapelle stand in deren Mitte. Um 1302
wurde St. Ulrich dem Schottenstift angegliedert, was rund 150 Jahre
später von Papst Nikolaus V. mit dem Prädikat „auf ewig“ bestätigt
wurde.
Um 1473 erlitt St. Ulrich einen tragischen Schicksalsschlag, als ein
schwerer Sturm die Kapelle zum Einsturz brachte, wobei der Pfarrer, ein
Kaplan und 30 Kirchgänger starben. Das Gotteshaus wurde danach wieder
instand gestellt, 1529 jedoch erneut weitgehend zerstört durch die erste
Türkenbelagerung Wiens. Um 1589 wurde St. Ulrich zur
eigenständigen Pfarre ernannt und dadurch von St. Michael losgelöst, zu
der sie bis dahin gehört hatte.
Auch die zweite
Türkenbelagerung verursachte Schäden an dem Bauwerk. Einer Legende nach
soll der türkische Befehlshaber Kara Mustafa auf dem Turm von St. Ulrich
gestanden und Ausschau in Richtung Wiener Innenstadt gehalten haben. Im
Jahre 1699 erhielt die Pfarre ein Bildnis, welches nach dem Motiv der
Gnadenstatue von Maria Trost in der Nähe von Graz angefertigt worden
war. Nach diesem Bildnis schuf man wiederum eine hölzerne Statue, welche
heute auf dem Hochaltar mit dem barocken Gemälde von Paul Troger steht. |
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