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Kirche St. Leopold
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Am 14. Februar 1670
ordnete Kaiser Leopold I. die Ausweisung aller Juden an, die in Wien,
Nieder- und Oberösterreich lebten. Für 100'000 Gulden kaufte der Wiener
Magistrat die Judenstadt und wurde verpflichtet, eine katholische Kirche
zu erbauen an der Stelle der grossen Synagoge.
Zu Ehren des Kaisers nannte man die ehemalige Judengemeinde
Leopoldstadt, der Name des heutigen
2. Wiener Stadtbezirkes. Am 18.
August 1670 wurde feierlich der Grundstein zur neuen Kirche St. Leopold
gelegt, was der Kaiser persönlich vollzog. Bereits am 5. September
1671 wurde die fertig gestellte Kirche eingeweiht. Hierbei waren neben
Leopold I. und seiner Gattin Margaretha der ganze kaiserliche Hofstaat,
der Bürgermeister und der Stadtrat zugegen.
1683 brannte die Kirche durch die Türkenbelagerung gänzlich nieder,
worauf man ein neues Gotteshaus errichtete. Dieses wurde aber bald zu
klein, da die Leopoldstadt ein schnell wachsendes Viertel war. 1722 trug
man daher die bestehende Kirche ab und errichtete auf dem Fundament
unter Baumeister Anton Ospel das heutige Gotteshaus. |
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Eine erste
Renovierung der Kirche wurde um 1824 nötig. Der Erste Weltkrieg
forderte auch von der Pfarre St. Leopold seine Opfer. Neben zahlreichen
menschlichen Verlusten wurden auch die Glocken der Kirche Opfer des
Krieges. Von den acht Glocken blieben lediglich zwei verschont. Fünf
Jahre nach dem Krieg, um 1923, wurde das Kircheninnere renoviert. Auch
der Zweite Weltkrieg brachte grosses Leid über die Pfarre St. Leopold. Am
12. März 1945, kurz vor dem Kriegsende, wurde die Kirche durch eine
1000kg-Bombe schwerst beschädigt. Das ganze Kircheninnere
wurde verwüstet, Mauerwerk zerstört, wertvolle Kunstgegenstände
förmlich zerfetzt, und die Kuppel nebst grossen Teilen des Gewölbes
stürzte ein. Am 6. Juni 1948 konnte die Kirche nach einem ersten grossen
Wiederaufbau erneut geweiht werden. Die absolute Vollendung aller
Wiederaufbauarbeiten und Reparaturen war am 3. Dezember 1961.
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Kirche St. Leopold um 1733

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