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Die Kirche St. Barbara an der Poststrasse nahe
der Dominikanerbastei gehört der ukrainisch-katholischen
Glaubensgemeinschaft von Wien. Die Gemeinschaft entstand ursprünglich in
Galizien und Lodomerien durch die dort lebenden Westukrainer (Ruthenen). Ihr
Glaube ist katholisch, der Ritus jedoch byzantinisch und die Sprache
kirchenslawisch.
Ähnlich wie in der Geschichte der
Dorotheerkirche war es der tolerante
Kaiser Joseph II., der die Etablierung und Entwicklung der
ukrainisch-katholischen Glaubensgemeinschaft in Wien grundlegend prägte. Im
Jahre 1772 schenkte er der Glaubensgemeinschaft die St. Barbara Kirche,
deren Ursprung römisch-katholisch ist und die einst von den Jesuiten erbaut
worden war, weshalb sie nicht osteuropäisch anmutet. Die Kirche mit ihrer
schlanken Fassade ist in die Häuserzeile eingebaut. Ihr Inneres ist
prunkvoll gehalten, wirkt aber dennoch schlicht und dezent. Auf der
Balustrade befindet sich ein Bild von Joseph II. und
Maria Theresia zur
Erinnerung an die Schenkung. |
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Hinter dem Altar sieht man die Ikone der hl.
Barbara, welche in der Gestalt der jungen Maria-Theresia abgebildet ist.
Sehr alte Ikonen aus dem 7 Jrh. kann man an der Bilderwand sehen. Sie zeigen
die Apostel, Jesus und Maria. In der Sakristei wird eine alte Bischofskrone
verwahrt. Sie wurde als Kopie der Kaiserkrone des oströmischen Reiches
angefertigt. In der Stadt Wien leben rund 1‘500 ukrainisch-katholische
Glaubensangehörige, in ganz Österreich sind es in etwa 5‘000. Ihr Vorsteher
ist Kardinal Schönborn.
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