Gumpendorfer Kirche St. Ägyd

6. Bezirk, Brückengasse 5

planet-vienna, die gumpendorfer pfarrkirche st. aegyd

Einer Urkunde zufolge bestand in Gumpendorf bereits um 1244 eine Kirche. Als im Laufe der Zeit die Bevölkerung wuchs und das bestehende Gotteshaus zu klein wurde, beauftragte man den Baumeister Josef Reymund mit der Errichtung einer neuen, grösseren Kirche. Vom Vorgängerbau verwendete man die Quadersteine für die Sockelmauern. Drei Jahre später, 1768, wurden die Gewölbe eingezogen. 1804 kam mechanische Turmuhr hinzu. Die lange Bauzeit hatte zur Folge, dass die neue Gumpendorfer Pfarrkirche erst am 1. Mai 1820 feierlich eingesegnet werden konnte – durch Erzbischof Sigmund Graf Hohenwart. Geweiht ist das Gotteshaus dem Jagdpatron St. Aegidius.

Fassade und mittiger Turm sind – ähnlich wie bei der Kirche St. Laurenz – im barock-klassizistischen Stil gehalten. Über den äusseren Riesenpilastern stehen die Statuen der Heiligen Leopold und Josef. Der Hochaltar mit der Darstellung der Trinität, die Figuren der Heiligen Petrus und Paulus sowie zwei Tabernakelengel sind Werke von Josef Klieber aus dem Jahr 1826. An der Hauptfassade ist eine Gedenktafel mit einem Bronzerelief Joseph Haydns von Robert Ullmann angebracht, welche daran erinnert, dass der Leichnam des Komponisten am 1. Juni 1809 in der Gumpendorfer Pfarrkirche eingesegnet worden ist. Haydn war am Vortag in seinem Haus an der heutigen Haydngasse unweit der Kirche verstorben.


planet-vienna, die gumpendorfer pfarrkirche st. aegyd
planet-vienna, die gumpendorfer pfarrkirche st. aegyd
planet-vienna, die gumpendorfer pfarrkirche st. aegyd, Aquarell von Leopold Graninger
Aquarell von Leopold Graninger