|
Wittgenstein war als Privatmann von den
schönen Künsten sehr angetan und investierte grosse Geldbeträge in die
Förderung angehender Künstler, von denen mehrere Arbeiten im Palais
Wittgenstein aufgestellt waren. Darunter ist in erster Linie ein Porträt
von Wittgensteins Tochter Margarete zu erwähnen, welches Gustav Klimt
angefertigt hat. Weiter hing hier auch „Der goldene Reiter“, ebenfalls
von Klimt. Auch die Musik spielte im Hause Wittgenstein eine grosse
Rolle.
Dennoch war die kinderreiche Familie noch
mit Glück gesegnet: Drei der Söhne begingen Selbstmord. Ludwig wurde ein
angesehener Philosph. Carl Wittgenstein starb um 1913. Seine Nachkommen
bewohnten das Haus weiterhin. Im Zweiten Weltkrieg waren in einem Teil
der Räumlichkeiten die Gerichtsbehörden untergebracht. Bomben
beschädigten das Haus, jedoch nicht so stark, so dass es durchaus weiter
bewohnbar war. Aus Unsicherheit über die Zukunft verkauften die
Wittgenstein-Nachkommen das Gebäude an die Länderbank, welche es
abreissen liess. Heute steht an der Stelle ein hässlicher Wohnblock,
welcher keines Blickes würdig ist.

Der so genannte Rote Salon

Der Schandfleck heute. Rechts davon
das Palais Falkenstein.
|