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7. Bezirk, Museumstr. 7
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In den Jahren 1710 bis
1712 liess Obersthofmeister Johann Leopold Donat Fürst Trautson nach
Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach und unter Bauleitung von
Christian Alexander Oedtl ein Barockpalais erbauen. Mit der Gestaltung
des üppigen Gartens war Jean Trehet beauftragt. Der Garten kann
untypischerweise seitlich des Palais zu liegen und nicht etwa dahinter,
wie es üblich war. Die Gründe dafür waren Platzmangel. Um 1760 verkaufte
der Erbe des Bauherrn das Palais an die königlich-ungarische Leibgarde,
welche von
Maria
Theresia gegründet worden war. Dafür musste eine
Reitschule mit Stallungen in den Komplex integriert werden, und dafür
wurden der Garten und die Orangerie aufgegeben, um Platz zu schaffen. |
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Bis um 1848 blieb die ungarische Leibgarde in dem Palais, worauf das
niederösterreichische Landesarmeekommando darin Quartier bezog. Als 1867
Kaiser Franz Josef I. zum ungarischen König gekrönt wurde, zog erneut
die ungarische Garde im Palais Trautson ein. Um 1919 wurde der Staat
Ungarn Besitzer des Gebäudes. Im Jahre 1961 kaufte die Republik
Österreich das Palais, liess es umfänglich renovieren und brachte 1966
das österreichische Justizministerium darin unter. Das Palais Trautson
gilt als einer der bedeutendsten Barockpaläste Wiens mit höchst
interessanter Architektur. Der interessanteste Raum neben dem grossen
Festsaal im Mittelrisalit des Gebäudes ist die Sala Terrena. In ihr
befinden sich reiche illusionistische Fresken von Marcantonio Chiarini.
Die Sala ist einer der wenigen erhaltenen Räume dieser Art überhaupt.
Ebenfalls besonders sehenswert ist die prächtige Hauptstiege, welche von
Sphingen und grossen Atlanten flankiert wird.
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