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Bei einem solchen Anlass lernte
Johann
Strauss hier seine künftige Ehefrau Jetty Treffz kennen, welche zuvor
die Lebensgefährtin des Hausherrn gewesen war. Um 1899 kaufte Baronin
Oppenheimer einen Grossteil des Hauses, und 1935 ging es gänzlich in
andere Hand über, denn die Bundesländer-Versicherung benötigte ein neues
Quartier und wählte das Palais Todesco. Noch heute ist das Gebäude in
Besitz deren Nachfolgefirma Uniqa. Ein Bombenniedergang im Zweiten
Weltkrieg richtete grossen Schaden an am Palais, welcher jedoch gänzlich
behoben wurde in den Nachkriegsjahren. Heute werden die Räumlichkeiten
vermietet.
Das Palais Todesco ist ein typisches Ringstrassenbauwerk, ein länglicher
Bau im Stil der Neorenaissance. Ein Balkon in der Mitte der Beletage
bezeichnet diese und wird flankiert von je einem Eckerker. Die
Innenausstattung der Beletage wurde hauptsächlich von Theophil Hansen
geplant, wofür er den Künstler Carl Rahl hinzuzog, der die Deckengemälde
entwarf. Wände und Decken bestehen aus kostbaren Holzvertäfelungen,
wobei der Festsaal besonders hervorsticht, denn dieser ist reich
ausgestattet mit Gold und einer grossartigen Kassettendekce, in der
jedes einzelne Quadrat mit einem Gemälde versehen ist. Die Decke ruht
auf Säulen aus rotem Marmor. Das Palais Todesco war eines der ersten
Gebäude Wiens, in welche eine Zentralheizung installiert wurde. Dennoch
haben sich in mehreren Räumen die prunkvollen Kachelöfen aus der Zeit
der Erbauung erhalten. |