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Nach weiteren Besitzerwechseln kaufte
schliesslich Gräfin Sylva-Tarouca das Palais. Sie beauftragte Eugen
Sehnal mit der Planung eines Neubaus, welcher vom Baumeister Karl
Ziegelwanger im Jahre 1882 ausgeführt wurde. Im Jahre 1915 wurde der
Feigenkaffeefabrikant Karl Kuhlemann Eigentümer des Palais, dessen
Nachfahren noch heute hier wohnen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das
Palais Schäden, welche um 1959 repariert wurden, wenn auch nicht ganz
originalgetreu.
Die Hauptfront des Palais Sylva-Tarouca ist gegen den Garten gerichtet
und die asymmetrische Hinterseite gegen die Salmgasse. Auf dieser Seite
sind die drei Rundbogenfenster über dem Portal des Mittelrisalits mit
geschwungenen Verdachungen versehen, die Fenster der Seitentrakte
hingegen sind mit geradem Steingebälk überdacht. Das Erdgeschoss ist
rustifiziert und die Fenster mit Schmiedeeisengittern versehen. Die
Fassade gegen den Garten weist korinthische Riesenpilaster auf, welche
sie gliedern. Über dem Balkon mit einem schönen Schmiedeeisengitter
liegt ein Dreiecksgiebel. Einst prangte hier vier Atlanten, welche
jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Eine geschwungene
Freitreppe führt von der Terrasse in den Garten, welcher abschüssig ist.
Während die Gärten der benachbarten Palais Salm und Rasumofsky wegen
Parzellierungen stets kleiner geworden waren, ist derjenige des Palais
Sylva-Tarouca relativ grossflächig geblieben.
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