|
Um 1872 entwarf der in
Pressburg geborene Architekt Viktor Rumpelmayer (1830-1885) für die
Adelsfamilie Sigray-Saint-Marsan die Pläne für ein Palais. Rumpelmayer
war ein angesehener Baumeister, welcher neben zahlreichen
Repräsentationsbauten in Wien auch in Osteuropa mehrere bedeutende
Bauwerke errichtete. Dabei orientierte er sich meist an französischen
und italienischen Stilelementen, welche er gekonnt vereinte. Das Palais
Sigray-Saint-Marsan wurde schlissendlich jedoch nicht so errichtet wie
er Rumpelmayer geplant hatte. Das heutige Erscheinungsbild lässt die
geplante Fassade nur mit viel Vorstellungskraft erahnen. Etwas
eigenwillig ist der Fensterschmuck des ersten Obergeschosses. Die
Fenster dieser Etage und auch diejenigen des Erdgeschosses sind allesamt
vergittert. Auf der Seite gegen die Reisnerstrasse ist dem Palais ein
Garten vorgelagert, welcher von einem schönes Schmiedeeisengitter
umzäunt wird. Das Haus ist heute Sitz der iranischen Botschaft.
|