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Palais Obizzi

1. Bezirk, Schulhof 2
 

Bereits im 11. Jrh. stand hier ein Gebäude, welches den Beinamen „Harfenhaus“ trug. Um 1580 kam das Gebäude in den Besitz der Familie Starhemberg, welche es aufstockte. Um 1690 kaufte der Befehlshaber der Stadtwache, Ferdinand Marchese von Obizzi, das Palais und versah es mit einem drittten Stockwerk und der heutigen Fassade. Das Innere liess er prunkvoll gestalten mit viel Stuck und Malerei. Danach wechselte das Haus mehrmals seinen Eigentümer und kam schliesslich im Jahre 1740 in den Besitz von Manuel Telles de Sylva Graf von Tarouca. Ab 1799 gehörte das Palais für 27 Jahre den Grafen Marzani und kam dann in bürgerlichen Besitz. Um 1901 kaufte die Stadt Wien das Palais, da es sich an einem unpassenden Ort befand und hinderlich war für die Verkehrsführung. Glücklicherweise wurde das Haus nicht demoliert sondern dem Uhrenmuseum überlassen.
Das Palais Obizzi ist vom Erscheinungsbild her nicht als typisches Palais zu erkennen. Es hat einen unregelmässigen Grundriss, keine ausgeprägte Beletage und auch nicht die für Palaisbauten übliche Raumaufteilung. Die Räume sind eher klein, jedoch schön ausgestattet mit Stuck und Ornamenten. Von der ursprünglichen Innenausstattung ist heute dennoch nichts erhalten. Gegen die Steindlgasse hin läuft das Gebäude in einen schmalen Trakt mit nur einer Fensterachse aus. Im Innenhof befindet sich ein Brunnen mit einem Trog, welcher aus der Römerzeit stammt. Bis zum heutigen Tage ist das Palais Obizzi ein Museum geblieben.


Der Ecktrakt des Palais Obizzi von der Seitzergasse aus gesehen.
Links der gotische Chor der Kirche am Hof, rechts die Kurrentgasse

 

 

 

 

 

 

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