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Berühmtheit erlangte der
Name Montecuccoli im 17. Jrh. durch Raimund Graf
Montecuccoli, welcher sich im kaiserlichen Heer verdient gemacht
hatte. Kaiser
Leopold I. verlieh dem Grafen den Fürstentitel. und ernannte ihn zum
Vorsteher des Hofkriegsrates.
Um 1670 liess sich Graf
Montecuccoli in der heutigen Leopoldstadt ein Sommerpalais erbauen,
obschon er jeweils nur für kurze Zeit darin weilen konnte, da er durch
sein hohes Amt stets in militärischen Belangen unterwegs war. Um 1680
starb der Graf in Linz und hinterliess neben drei Töchtern einen Sohn
namens Leopold Friedrich (od. Leopold Philipp). Er war mit Maria Antonia
Colloredo verheiratet, hatte aber keine Kinder. Mit seinem Tod erlosch
die fürstliche Linie der Montecuccoli. Was mit dem Palais darauf
geschah, weiss man nicht, doch ab 1748 erscheint jedenfalls ein Herr
Schachner als Besitzer. Später wurde das Palais Montecuccoli abgetragen,
um für Privathäuser Platz zu schaffen. Im niederösterreichischen
Mitterau leben heute noch Nachfahren der Montecuccoli, welche im Besitze
eines hiesigen Schlösschens sind, welches um 1710 in den Besitz der
Familie kam.
Das zweigeschossige
Palais Montecuccoli erweckte den Eindruck eines kleinen Schlösschens mit
zwei hervortretenden Seitentrakten mit je zwei Fensterachsen. In der
Mitte des vierachsigen Mittelrisalites führte eine Freitreppe mit zwei
Läufen zur Eingangstür hoch, über welcher ein Zwiebeldach lag. Die
Fenster der Hauptetage waren abwechselnd mit Dreiecks- und
Segmentgiebeln bekrönt.
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