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Palais Erzherzog Ludwig Viktor
1. Bezirk,
Schwarzenbergplatz 1
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Um 1863 entschloss sich Erzherzog
Ludwig
Viktor, der jüngste Bruder Kaiser
Franz Josephs, zum Bau eines
repräsentativen Palais. Der Erzherzog war zu dem Zeitpunkt gerade mal 21
Jahre alt. An der Stelle, wo der Schubertring und der
Schwarzenbergplatz aufeinander treffen, sollte das Gebäude zu stehen kommen, und somit war
der Erzherzog der erste Angehörige des österreichischen Kaiserhauses,
welcher seinen Wohnsitz an der Ringstrasse hatte. Mit der Planung und
der Durchführung des Baus wurde der Architekt
Heinrich Ferstel
beuaftragt, welcher das Palais im Jahre 1869 fertiggestellt hatte. Immer
wieder veranstaltete der Hausherr rauschende Feste und
Gesellschaftsanlässe, hielt sich später jedoch vermehrt in Salzburg auf
und war nur noch selten im Palais in Wien. |
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Um 1900 wurde das Haus renoviert, und zehn
Jahre später liess der Erzherzog den Militärwissenschaftlichen
Casinoverein darin Quartier nehmen, welcher bis heute unter dem Namen
„Neustädter Offiziersverein“ hier residiert. Zudem nutzt das
Burgtheater
das Haus als Probebühne und teils auch als Aufführungsort. Das Palais im
Stil der italienischen Renaissance hat einen unregelmässigen Grundriss,
dem Ferstel mit dem Anbringen eines Eckturmes mit Kuppel entgegenwirkte.
Die wichtigsten Elemente der Hauptfront zum Schwarzenbergplatz hin sind
die Rundbogenfenster der ersten Etage, welche sich mit korinthischen
Säulen abwechseln. Darüber befinden sich sechs grosse Statuen von
österreichischnen Perönlichkeiten namentlich von Ernst Gideon von
Laudon, Niklas Graf Salm, Johann Bernhard Fischer von Erlach, Ernst
Rüdiger Graf Starhemberg, Prinz Eugen von Savoyen und Josef von
Sonnenfels. Sie sind ein Werk Franz Schönthalers. |
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Die grosse Feststiege aus Untersberger
Marmor mit durchbrochenem Geländer reicht lediglich bis zu den
Repräsentationsräumen im ersten Stock, während die restlichen Stockwerke
durch eine Seitentreppe verbunden sind. Am Ende der Festtreppe befindet
sich nach einer Galerie der grosse Ballsaal gegen den Schwarzenbergplatz
hin zusammen mit Speisesaal und Wintergarten, welche zusammen die
Hauptfesträumlichkeiten bilden. Der Ballsaal ist üppigst ausgestattet
mit Goldstuck, welcher auf dem weissen Hintergrund ganz besonders zur
Geltung kommt.
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