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Das Palais Lieben-Auspitz ist ein
klassisches Ringstrassenpalais (obschon sich der eigentliche Eingang an
der Oppolzergasse befindet) von beachtlicher Grösse und steht gegenüber der
Universität
unmittelbar neben dem Burgtheater. Die Familie Auspitz liess sich das
fünfgeschossige Haus ende 19. Jrh. im neobarocken Stil erbauen.
Zwei Fakten unterstreichen die Bedeutung des Hauses: Die berühmte Wiener
Schriftstellerin Berta Zuckerkandl lebte im Palais Lieben-Auspitz und
gründete hier einen jüdischen Literatensalon, was bei Schriftstellern
eine Tradition war, welche einst Fanny Arnstein ins Leben gerufen hatte.
In diesem Salon verkehrten die bedeutendsten Künstler wie Gustav Mahler,
Gustav Klimt, Arthur Schnitzler, Emmerich Kálmàn oder Max Reinhardt. Als zweite Besonderheit an dem Haus gilt das
Café Landtmann
im Erdgeschoss, eines der wichtigsten und traditionsreichsten
Kaffeehäuser Wiens, ebenfalls ein Ort, an dem die berühmtesten
Persönlichkeiten Wiens einkehrten.
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