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Palais Lamberg
("Kaiserhaus")

1. Bezirk, Wallnerstr. 3
 

Mitte 17. Jrh. erwarb Landmarschall Ferdinand Graf Sprinzenstein zwei Gebäude, welche an der Stelle des heutigen Palais standen. Im Jahre 1675 liess er den heutigen Bau errichten und liess ihn prunkvoll ausstatten. Gewölbemauern zeigen, dass Teile der Vorgängerbauten mit in das Mauerwerk einbezogen wurden. Im Jahre 1730 wurde das Palais durch Carl Joseph Graf Lamberg-Sprinzenstein vermutlich nach Entwürfen Joseph Emanuel Fischer von Erlachs umgebaut und zehn Jahre später an Franz I. Stephan von Lothringen, den Gatten Kaiserin Maria Theresias, verkauft, welcher sich hierhin zurückzog, um dem höfischen Zeremoniell zu entfliehen, sich finanzgeschäften und Verwaltungsarbeiten zu widmen und Freunde im privaten Rahmen zu empfangen.

Das Palais Lamberg erhielt den Beinamen "Kaiserhaus". In den kommenden Jahren wurde das Innere fortan im Rokokostil ausgebaut, und um 1765 verkaufte Kaiser Josef II. das frühbarocke Palais an Franz Ulrich Fürst Kinsky, und um 1855 ging es in den Besitz der gräflichen Familie Buquoy-Longueval über, welche das Innere nochmals neu gestalten liess, wieder im Rokoko-Stil. Zudem gestaltete man die Fassade neu. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen beherbergte das Palais mehrere Versicherungsgesellschaften, und heute befindet es sich im Besitze der Donau-Finanz AG. Obwohl das Palais Mitte des 20. Jrh. einen beispiellos hässlichen Dachausbau erhielt, sind dennoch grosse Teile der prachtvollen Innenausstattung erhalten geblieben.
 

 

 

 

 

 

 

 

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