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Palais Kuffner
16. Bezirk, Ottakringerstr. 118-120
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Ignaz und Jacob Kuffner kauften um 1850 eine
alte Brauerei in Ottakring, liessen sie renovieren und machten sie zu
einem lukrativen Unternehmen. Schon bald waren die beiden Brauherren
weithin bekannt und setzten sich für wohltätige Zwecke ein. Ignaz
Kuffner wurde 1869 zum Ottakringer Bürgermeister ernannt und als Dank
für seine Wohltätigkeit erhob ihn Kaiser
Joseph I. in den Adelsstand. Im
Jahre 1882 verstarb Ignaz Kuffner, und der Besitz ging an seinen Erben
Moritz Kuffner. Dieser war ein Liebhaber der Kunst und hatte eine grosse
Vorliebe für Astronomie, weshalb er den Architekten Adolf Zagorski
beauftragte, eine Sternwarte zu erbauen. |
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Schliesslich liess er sich im Jahre 1893 auf
dem benachbarten Grundstück auch ein repräsentatives Palais im
späthistoristischen Stil erbauen und die Brauerei in eine
Aktiengesellschaft umwandeln. Da er Jude war, verliess er Wien im Jahre
1938 und floh in die Schweiz, wo er bereits ein Jahr später verstarb.
Seine Nachfolger wanderten in die USA aus. Haupterbe war Stephan
Kuffner, welcher im Palais später die Kunstsammlung unterbrachte. Heute
wird das Palais Kuffner vermietet.
Das Palais ist ein Doppelgebäude mit auffälliger Fassadengliederung,
welche durch Erker und hohe Dachgiebel geprägt wird. Bemerkenswert ist
zudem der reiche Fensterschmuck. Das Erdgeschoss ist rustifiziert, und
die Beletage wird mitunter von kunstvollen Schmiedeeisenelementen
geprägt. Der linke Gebäudetrakt ist in Gelb gehalten, und sein Erker ist
rechts angebracht und schliesst sowohl die Beletage als auch das
darüberliegende Stockwerk mit ein. |
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Darüber schliesst ein markanter Hochgiebel
den Erker ab, was ihm einen turmartigen Eindruck verleiht.Der rechte
Gebäudetraktist rot angestrichen und hat seinen Erker zentriert, und er
schliesst nur die Beletage ein. Beide Gebäudeteile haben ein schmuckes
Rundportal jeweils an der äusseren Achse. |


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