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Das Palais an der
Ringstrasse wurde zunächst an den Cousin des Grafen, Georg Hoyos,
vermietet. Später mietete das benachbarte Grand Hotel die
Räumlichkeiten, um seinen Hotelbetrieb auszuweiten. Im Jahre 1900 Kaufte
das Hotel Bristol das Palais Hoyos und gestaltete es für seine Zwecke,
ebenfalls ein Hotelbetrieb, um. Am Ende des Zweiten Weltkrieges brannte
das Palais Hoyos vollständig aus und wurde abgetragen. Während der
kommenden Jahrzehnten befand sich hier ein tristes Bürogebäude. In den
90er Jahren entstanden hier die Ringstrassen Galerien, ein riesiger
moderner Einkaufskomplex, elegant eingebettet in die umgebende alte
Architektur, Gründerzeitarchitektur mit neuzeitlicher Baumasse gekonnt
vereint.
Das Palais Hoyos an der
Ringstrasse war ein stattlicher fünfgeschossiger Bau, welcher an die
italienische Barockarchitektur anlehnte. Das reich gestaltete Portal war
zwei Geschosse hoch und wurde im oberen Teil von Karyatiden flankiert,
welche den darüber liegenden Balkon trugen. Das dritte und vierte
Geschoss hatte ebenfalls einen Balkon. Das Treppenhaus war mit Marmor
ausgekleidet, die Räume ansonsten reich ausgestattet mit
Kassettendecken, hohen Flügeltüren, Gemälden, wertvollen Parkettböden
und Teppichen. Grundsätzlich wirkte die Innenausstattung durch das viele
dunkle Holz recht düster und schwer, dadurch aber edel und anmutig. |