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Palais Herberstein
1. Bezirk, Michaelerplatz
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Um 1897 wurde das ehemalige Palais
Dietrichstein am Michaelerplatz in
der Gabelung Schauflergasse / Herrengasse, in dem sich das
traditoinsreiche Café Griensteidl befand, abgerissen und an seiner
Stelle das Palais Herberstein errichtet. Damals wurde der Trakt am
Michaelerplatz noch mit einer Kuppel bedeckt, welche jedoch in den 30er
Jahren im Zuge einer Renovation wieder entfernt wurde. In erster Zeit
war im Palais Herberstein eine Filiale der Raiffeisenzentralbank
untergebracht, welche später in das gegenüberliegende, umstrittene
Loos-Haus umzog. Anfang 1990 bezog die liberale Tageszeitung „Der
Standard“ die Räumlichkeiten im Palais Herberstein. Gleichzeitig kehrte
auch das Kaffeehaus Griensteidl an diesen Ort zurück und ist seither
eine der ersten Adressen für Touristen und Kaffeehausliebhaber. |

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Nach Entwürfen vom
Architekten Karl Langer wurde das Palais neuerlich aufgstockt. Es
erhielt ein Dachgeschoss, welches glücklicherweise so konzipiert ist,
dass das ursprüngliche Bild des Gebäudes nicht störend verändert wird
wie es beispielswiese beim Palais
Lamberg der Fall ist.
Das majestätische Palais Herberstein mit seinem aussergewöhnlichen
Grundriss erscheint im neobarocken Stil. Die Fassade ist reich verziert
und bildet den absoluten Gegensatz zum benachbarten schmuck- und
lieblosen Loos-Haus. Das Erdgeschoss und das darüberliegende Mezzanin
sind rustifiziert. Über den hohen Rundbogenfenstern der Beletage
befinden sich Bedachungen. Ein ausgeprägtes Gesimse trennt das obere
Geschoss von den darunterliegenden. Ihren ornamentischen Höhepunkt
erreicht die Fassade am Rundtrakt gegen den Michaelerplatz. Hoch über
dem Balkon mit dem Schmiedeeisengeländer prangt am obersten Stockwerk
reiche plastische Verzierung um die mächtige Wappenkartusche. Darunter
zieht sich ein grosser Bogen mit Sprengwerk über die Front. Ebenfalls
unter Karl Langer wurde der Lichthof mit seinen Pawlatschengängen zum
Entrée umgebaut. |

Das alte Palais Herberstein im Jahr vor der
Demolierung

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