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Bereits um 1298 stand an der Stelle ein
Anwesen, der Admonter Hof. Dieser wurde um 1572 von Abt Lorenz an
Seifried Brenner, Freiherrn zu Stübing verkauft. Zwei Jahrhunderte
später wurde die Familie Weissenwolf Besitzerin und danach die Familie
Pálffy. 1844 wollte Franz Musch hier ein Hotel errichten lassen. Doch
während der Bauarbeiten verkaufte er die Baustelle an den Reichsgrafen
Maximilian Hardegg. Im Jahre 1847 beauftragte dieser die Architekten
Johann Romano und
August Schwendenwein mit dem Bau eines Wohnhauses an
der Stelle. Der Bauherr und seine Familie bewohnten darauf nur die
Beletage, die darüberliegenden Stockwerke wurden vermietet. Somit war
das Palais Hardegg ein klassisches Beispiel der Übergangsphase vom
Palais zum Mietshaus im Stil des romantischen Historismus. Nach
mehrmaligem Besitzerwechsel ist nun die Immobilienfirma ÖRAG die
Besitzerin, welche an dem Gebäude eine Restaurierung vornahm.
Und nun wird auch das Palais Hardegg Opfer
der modernen Bauwut, denn es erhält einen Dachausbau mit sieben
Luxuswohnungen. Es wird dadurch seines Gesichts beraubt, und somit ist
der erste Schritt getan zur Verschandelung der Freyung, welche bislang
als einer der wenigen Plätze Wiens noch das ursprüngliche
Erscheinungsbild bewahren konnte. Ferner ist es ein weiterer Schritt zum
Verlust des Titels der Wiener Innenstadt als UNESCO-Weltkulturerbe.
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