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Palais Erzherzog Carl
1. Bezirk, Seilerstätte
30 / Annagasse 20
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Wo das heutige Palais
steht, existierte im 16. Jrh. die kaiserliche Giesserei. Von 1625 bis
1707 waren die Gebäulichkeiten im Besitze derer von Weltz. Danach wurde
der Komplex vom kaiserlichen Versatz- und Fragamt gekauft. Zwischen 1720
und 1730 liess man das Haus umbauen, wobei man einen Grossteil der alten
Bausubstanz miteinbezog. Um 1788 zog das Versatz- und Fragamt aus, und
das Gebäude ging in den Besitz von Erzherzog Carl über, welcher daraus
zwischen 1801 und 1804 das heutige Palais mit einer Fassade von Franz
Anton Pilgram gestalten liess.
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Um 1815 heiratete er
Henriette Friederike Prinzessin zu Nassau-Weilburg, mit der er das
Palais bewohnte, bis er in die Albertina übersiedelte. Von 1841 bis 1847
bewohnte der Komponist und Hofkapellmeister Otto Nicolai das Palais, für
den später ein Gedenkraum eingerichtet wurde, welcher noch heute
existiert. Nach einem weiteren Besitzerwechsel war im Palais Erzherzog
Carl die jugoslawische Gesandtschaft untergebracht. 1965 entstand hier
ein internationales Kulturzentrum mit einem kleinen Theater. Heute
beherbergt das Palais das
„Haus der Musik“, welches hier alles rund um die Musik ausstellt und
erklärt. Der Besucher kommt in Kontakt mit der Musik aus
wissenschaftlicher Hinsicht und erfährt, wie Akustik funktioniert mit
ihren zahlreichen Facetten. Einigen einflussreichen Komponisten ist
jeweils ein ganzer Raum gewidmet mit interessanten Ausstellungsobjekten. |

Otto Nicolai - Gedenktafel

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