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Das schmucke
Gründerzeithaus mit der reich verzierten Fassade im Gelbton an der
Mühlgasse erhielt seinen Namen von dem Klavierfabrikanten Friedrich
Ehrbar, welcher sich hier im Jahre 1867 einen prachtvollen Konzertsaal
im Stil der Neorenaissance nach Plänen von Julius Schrittwieser
einrichten liess. In der Folge konzertierten hier namhafte Musiker wie
Anton Rubinstein, Joseph Joachim, Johannes Brahms, Anton Bruckner Pietro
Mascagni, Joseph Helmesberger, Max Reger, Ignaz Brüll, Arnold Schönberg
oder Gustav Mahler. Um 1911
wurde die Galerie des Saals verbaut und dadurch sein Erscheinungsbild
verändert. Dennoch blieb der grösste Teil des Raumes in seiner
Ursprünglichkeit erhalten.
Im Ersten Weltkrieg wurde das Palais ehrbar zweckentfremdet, und der
Saal diente als Tischlerei und Lazarett. Bis 1938 war Kurt Steinitz der
Eigentümer der Liegenschaft; als Österreich jedoch ans Deutsche Reich
angeschlossen wurde, flüchtete der Jude Steinitz nach Südamerika, und
das Palais Ehrbar wurde durch den Gestapo-Vertrauenanwalt Stefan Lehner
‚arisiert’. |
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