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Palais Dorotheum

1. Bezirk, Dorotheergasse 17
 

Im Vergleich zu der üblichen Entstehungsgeschichte eines typischen Wiener Palais wurde das Palais Dorotheum nicht als Wohnsitz einer Persönlichkeit erbaut, sondern als Sitz eines Unternehmens. Im Falle des Dorotheums handelt es sich um ein namhaftes Auktionshaus, welches im Jahre 1707 als „Versatz- und Fragamt“ durch Kaiser Joseph I. gegründet wurde. Im Jahre 1787 übersiedelte die Institution ins ehemalige Dorotheerkloster, das dem Namen des heutigen Auktionshauses Pate stand. Am Platz des alten Dorotheerklosters wurde das Palais Dorotheum erbaut, welches im Jahre 1901 fertiggestellt und von Kaiser Franz Joseph persönlich eröffnet wurde. Die Pläne für den mächtigen Prachtbau lieferte der bedeutende Ringstrassenarchitekt Emil Ritter von Förster. Dieser hat die Raumaufteilung im Inneren so konzipiert, dass sie den Anforderungen eines grossen Auktionshauses gerecht werden. So befinden sich im Gebäude weitläufige Schauräume und Auktionssäle. Heute ist das Dorotheum das grösste Auktionshaus Mitteleuropas und eines der führenden der Welt.


 

Von der äusseren Erscheinung her weist das Dorotheum typische Merkmale eines späten Wiener Palais auf. Im leicht hervortretenden Mittelrisalit befindet sich (beidseitig) zentriert ein grosses Eingangsportal, allerdings ohne besonderen Schmuck. Parterre und Mezzanin sind stark rustifiziert, darüber liegt die Beletage mit reich überdachten Rundbogenfenstern und Pilasterschmuck. Im Mittelrisalit liegt über dem Mezzanin auf gleicher Achse wie das Eingangsportal ein Balkon mit Balustraden, der in der Mitte oval hervortritt. Die Fenster im oberen Geschoss weisen deutlich weniger Schmuck auf als diejenigen der Beletage. Darüber befindet sich, getrennt durch Gesimse, das Dachgeschoss, welches praktisch ohne Verzierungen ist. Die neobarocke Fassade ist gänzlich in einem zarten Rosaton gehalten.




 

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