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Palais Dietrichstein
1. Bezirk, Minoritenplatz 3
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Das Palais Dietrichstein am Minoritenplatz ist in den Jahren 1755 bis
1755 durch den Zusammenbau zweier Gebäude aus dem 17. Jrh. entstanden.
Baumeister war Franz Anton Hillebrand, welcher auch die einheitliche
Spätbarockfassade mit dem frühklassizistischen Einschlag gestaltete. Die
ursprüngliche Bausubstanz wurde dabei grösstenteils erhalten. Besitzer
der Liegenschaft war seit 1753 Obersthofmeister Graf Ulfeld. 1799 war
ein Teil des Palais im Besitz der polnischen Kanzlei, der andere Teil
gehörte Maria Beatrix von Modena-Este, der Gattin des vierten Sohnes
Maria Theresias, Erzherzog Ferdinand, welcher 1806 im Palais
verstarb. Im Jahr darauf wurden an dem Gebäude Umbauten vorgenommen, und
im Jahre 1853 kaufte Franz Josef Fürst Dietrichstein das Palais. Bis
1955 war das Palais in Dietrichstein'schem Besitz, bevor es an den
österreichischen Staat gelangte. Die hinteren Gebäudetrakte wurden in
den Jahren 1988/89 modernisiert und dem österreichischen Vizekanzler
sowie dem Bundeskanzleramt zur Verfügung gestellt. |
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Die Fassade am Minoritenplatz weist auffallend viele Fenster auf, zwölf
Achsen an der Zahl über die drei Obergeschosse hinweg. Der Mittelrisalit
wird durch den grossen Dreiecksgiebel über der Dachkante gekennzeichnet.
Auffallend ist der üppige plastische Schmuck auf dem Dach. Das reich
stuckierte Stiegenhaus mit den Laternen und dem Geländer aus
Schmiedeeisen wurde im Jahre 1755 erbaut. Die repräsentativen Räume in
der Beletage wurden um 1800 im klassizistischen stil neu ausgestattet
und weisen teils kunstvolle Supraporten auf. In einem Salon hängen
Gemälde, welche auf den Lieblingsmaler Maria Theresias, Martin van
Meytens, zurückzuführen sind. Sie zeigen die Kaiserin mit ihrem Gatten
Franz
I. Stephan von Lothringen. Das Prunkstück der Räume ist der
hofseitig gelegene Ballsaal mit seiner reichen Rokokodecke aus dem Jahre
1795. Der Keller ist mehrgeschossig und wird heute als Archiv benutzt. |


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