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Palais Damian
8. Bezirk, Lange Gasse 53
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Um 1700
wurde das Haus für den reichen Holzgrosshändler Karl August von Damian
als Sommersitz erbaut und erhielt den Namen „Haus zum Strobelkopf“, denn
damals nannte man in Wien die Holzhändler „Strobler“. Man weiss nicht,
wer die Pläne für das Palais lieferte; möglicherweise könnte der
Mitteltrakt von Johann Lucas von Hildebrandt stammen. Nachdem von Damian
gestorben war, wechselte das Hause mehrmals den Eigentümer. Um 1774
kaufte Daniel von Zepharovich, ein hoher k&k Finanzbeamter, das Palais
Damian. Durch seine Initiative erhielt das Palais nach Plänen von
Matthias Gerl sein heutiges Aussehen. Um 1785 mietete sich der Bankier
Karl Abraham Wetzlar ein, welcher sich aus ärmlichen Verhältnissen zu
einem der reichsten Männer Wiens emporgearbeitet hat. |
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Er war
zudem ein angesehener Kunstgönner, ein Förderer Mozarts und besass eine
der wertvollsten privaten Gemäldesammlunugen in Wien. Sein Sohn Adam war
der Ehemann von Karoline Zepharovich; dieser kaufte das Palais um 1800,
welches ein halbes Jahrhundert Familienbesitz blieb. Darauf wurde es von
der Familie Löwenthal-Linau erworben und vermietet. Währen3d der
nächsten hundert Jahre wurde das Palais an mehrere Personen und
Institutionen vermietet. Während des Zweiten Weltkrieges von 1938-45
waren im Palais Damian die Wiener Sängerknaben untergebracht. Heute ist
das Palais, dessen Fassade neu renoviert worden ist, im Besitze der
Gemeinde Wien und beherbergt den Verband für Kriegsopfer der Sektionen
Wien, Niederösterreich und Burgenland. Das Palais erweckt mit seinen
vortretenden Seitentrakten und dem dadurch entstandenen Ehrenhof,
welcher durch ein kunstvolles Gitterportal abgeschlossen wird, einen
schlossähnlichen Eindruck. Der heutige Verwendungszweck des Palais
benötigt Böroräumlichkeiten, denen die historische Ausstattung weichen
musste. Von der einstigen Gartenanlage ist nur noch ein kleiner Teil
übriggeblieben. |

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