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Savoysches Damenstift
1. Bezirk, Johannesgasse
15-17
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Bereits um 1347 stand hier der sogenannte
Ramhof, eine Liegenschaft, die zum Himmelpfortkloster gehörte. Eine
Feuersbrunst beschädigte die Gebäude, worauf sie an Johann Semmler
verkauft wurden. Später wechselten die Besitzer häufig bis der
kaiserliche Hofkriegsrat Gotthard Heinrich Graf Salburg ende 17. Jrh.
die Gebäulichkeiten kaufte. Er veranlasste die Vereinigung der Häuser zu
einem einheitlichen Palais. Sein Sohn, welcher den Besitz erbte, geriet
jedoch in finanzielle Not, worauf das Haus unter den Auktionshammer kam.
Um 1740 wurde das Anwesen von Dr. Franz Adam Deibl gekauft, welcher es
um 1742 an Maria Theresia Anna Felicitas Herzogin von Savoyen-Carignan,
geborene Fürstin Liechtenstein und Witwe des Herzogs Emanuel Thomas von
Savoyen weiterverkaufte. So wurde das Haus fortan Palais
Savoyen-Carignan genannt. Die Herzogin liess das Palais durch den
Architekten Josef Meissl umfangreich verändern und umbauen und in ihrem
Testament ihre Anordnung niederschreiben, dass das Palais in ein
adeliges Damenstift umgewandelt werde, welches Platz für 20 Damen alten
Adels zwischen 15 und 40 Jahren bieten solle. |
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Die Damen durften nicht
mehr als 4000 Gulden Vermögen besitzen und mussten zur einen Hälfte aus
österreichischem und zur anderen aus böhmischem Adel stammen. Zu diesem
Zweck wurde ein Nachbargebäude hinzugekauft. Bis heute ist das Palais im
Besitze des Fürsten von Liechtenstein, wird jedoch nicht mehr als
Damenstift verwendet, sondern vermietet.
Das Palais hat an sich zwei Portale, wovon jedoch eines zugemauert ist
und nur noch ein Fenster umfasst. Die Portalbögen sind bekrönt und
umfassen je ein Doppelwappen. Jeweils seitlich davon stehen zwei
Steinvasen mit Putti. Das Zentrum der Fassade bildet die in einer Nische
angebrachte Bleiskulptur von Franz Xaver Messerschmidt, welche die Maria
Immaculata mit einem goldenen Sternenkranz über dem Haupt zeigt. Zu
ihren Füssen sind zwei Engel auf Wolken. Die ganze Szenerie und zwei
Fenster werden von einem Dreiecksgiebel überdacht. In den Jahren 1893/94
wurde die Innenausstattung neu gestaltet und im gleichen Zuge die
Hauskapelle Maria Empfängnis verlegt. Im Innenhof befindet sich ein
Wandbrunnen aus den Jahren 1769/70 von Franz Xaver Messerschmidt und
Johann Martin Fischer, welcher den Werken Georg Raphael Donners
nachempfunden ist. |

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