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Palais Corbelli-Schoeller

1. Bezirk, Johannesgasse 7
 

An dieser Stelle befand sich im 14. Jrh. ein Anwesen, welches den Herren von Pettau gehörte. Als Spätere Besitzer werden Namen wie Kuefstein, von Kielmansegg und Herberstein genannt, bis um 1696 Johann Andreas Graf Corbelli und dessen Ehefrau, eine geborene Gräfin Thurn-Valsassina, die Liegenschaft kauften. Der Graf war als Generalfeldmarschall-Leutnant und Oberhaupt eines kaiserlichen Kürassierregiments und kaiserlicher Kämmerer ein angesehener Mann. Er liess sich um 1704 ein barockes Palais errichten, dessen Architekt nicht bekannt ist (man vermutet möglicherweise Johann Lucas von Hildebrandt). Nach dem tod des Grafen verkaufte seine Witwe das Palais im Jahre 1709 an Fernando Carl Graf Caraffa von Stigliano. Etliche weitere Besitzer werden in der Geschichte des Palais genannt, bis es um 1905 von Paul Ritter von Schoeller gekauft wurde. Mehrmals wurde das Haus über die Jahrzehnte hinweg baulich verändert. Heute gehört das Palais der Familie Neufeldt-Schoeller.

Das Palais Corbelli-Schoeller ist das Nachbargebäude des Palais Questenberg-Kaunitz. Der Mittelrisalit tritt leicht in die Johannesgasse hervor und wird gegen obenhin von einem Gesimse abgeschlossen, welches am Palais Questenberg-Kaunitz seine Fortsetzung findet. Pilaster markieren die Gliederung der Fassade in drei Teile. Der leicht hervortretende Portalbau wird flankiert von zwei Säulen, welche den darüberliegenden segmentbogigen Balkon tragen. Der Fensterschmuck im ersten Obergeschoss unterscheidet sich innerhalb der Trakte. So befinden sich über den Fenstern im Mittelrisalit Rundgiebel, während sich über den Fenstern der Seitentrakte gerades Steingebälk befindet. Die Läufe des repräsentativen Stiegenhauses werden von ionischen Säulen getragen. Die Räumlichkeiten sind hauptsächlich in unterschiedlichen Stilen des Historismus aus dem frühen 20. Jrh. ausgestattet.




Palais Corbelli um 1725


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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