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Der Ursprung des Palais, welches einer der
letzten Überbleibsel der ehemaligen barocken Gartenvorstadt auf der
Wieden ist, liegt vermutlich im Jahr 1697. Eine alte Ansichtsskizze
zeigt das Palais als eher schmuckloses Gebäude mit flachem
Mittelrisalit und vorstehenden Seitentrakten, was dem Gebäude seine
U-Form gab. Als einer der Eigentümer ist der kaiserliche Kammermaler
Martin Meytens bekannt. Nachdem um 1815 Leopold Graf Kinsky die
Seitentrakte des Hauses durch Adam Hildwein aufstocken lassen hatte,
entstand ein prächtiges klassizistisches Palais. Im Verlaufe des
Jahrhunderts wurden noch weitere bauliche Veränderungen vorgenommen, was
dem Gebäude schliesslich ein völlig neues Erscheinungsbild verlieh.
Zudem entstand aus dem bisherigen Ehrenhof ein geschlossener Innenhof,
worauf man das Palais von der Strasse aus nicht mehr sehen konnte.
Später wurden die Fassaden auf allen Seiten neu gestaltet. Seit 1948
beherbergt das Palais einen Kindergarten und Mieträume und ist Im Besitz
der Pfarre Wieden. Das Gartenpalais Colloredo ist geteilt in einen
barocken Gartentrakt und einen historistischen Gassentrakt.
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