Herzog Ferdinand
Georg August von Sachsen-Coburg, Kavalleriegeneral der k.u.k. Armee
liess für sich in den Jahren 1840-1845 ein Palais errichten, nachdem er
1843 Prinzessin Clementine geheiratet hatte. Der Entwurf dafür stammte
von dem eher unbekannten Architekten Karl Schleps, die Bauleitung hatte
nach dem Tod Schleps' Adolph Korompay unter sich. Das majestätische
Gebäude, welches auf einer Kasematte der ehemaligen Stadtbefestigung
steht, ist im spätklassizistischen Stil mit Anlehnung an den Historismus
gebaut. Das Auffallende daran sind die zahlreichen schlanken Säulen an
der Fassade, was dem Haus im Wiener Volksmund zuweilen den Namen
"Spargelburg" brachte.
In der folgenden Zeit
hatte das Palais mitunter Funktionen als Zinshaus, als Quartier für
russische Soldaten und später als Domizil der Generaldirektion der
Österreichischen Bundesbahnen. Bis 1978 war das
Palais im Besitze der Familie von Sachsen-Coburg, bevor es an einen
Realitätenmakler verkauft wurde. Bis 1994 wohnte Prinzessin Aurelia von
Sachsen-Coburg-Kohary und deren Familie jedoch noch im Palais.
Im Jahre 2000 begann man mit einer umfassenden Totalsanierung des
Gebäudes, welche aufgrund dessen Zustandes dringend vonnöten war.
Seit kurzem ist im
Palais Coburg ein luxuriöses Suitenhotel untergebracht. Jede der 35
Suiten ist einem Mitglied der Familie von Sachsen-Coburg und Gotha
gewidmet. Die Auswahl der
Inneneinrichtung und Accessoires erfolgte sorgfältig, so dass sich der
Gast in einem Umfeld von Harmonie und Wohnlichkeit wiederfindet. Zudem
finden in dem Haus zahlreiche kulturelle Anlässe statt, seien es
Vernissagen in den Prachträumen der Bel-Etage oder Konzerte im Johann
Strauss Konzertsaal. Ein Servitut garantiert, dass der freie Blick zur
Ringstrasse und zum Stadtpark
nicht verbaut werden kann, was sich der Bauherr einst zugesichert hat.