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Palais Erzherzog Carl-Ludwig
4.
Bezirk, Favoritenstr. 7
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Wo heute der Gartentrakt des Palais
Erzherzog Carl Ludwig liegt, liess Franz Freiherr von Prandau von
Adalbertus Hild ein kleines Herrschaftshaus erbauen. 19 Jahre später
wurde durch den Architekten Franz Wipplinger ein zusätzlicher
Gebäudetrakt gegen die Strasse hin und zwei Flügeltrakte, welche den
Ehrenhof bildeten, angebaut. Um 1860 liessen die Besitzer Franz und Carl
Mayer die Fassade des Gartentraktes neu gestalten, und vier Jahre später
erhielt der strassenseitige Flügel ein weiteres Stockwerk. Zur gleichen
Zeit errichtete man Stallungen. Der ganze Komplex wurde um 1865 von
Erzherzog Carl Ludwig gekauft, welcher im Jahre 1872, nach dem Tod
seiner zweiten Ehefrau Maria Annunziata, das Palais durch
Heinrich Ferstel unter Bauleitung von Eduard Frauenfeld im grossen Rahmen umbauen
liess. |
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Der Sohn Carl Ludwigs, der künftige
Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, verlebte im Palais einen grossen
Teil seiner Kindheit. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Strassentrakt des
Palais schwere Bombenschäden und wurde nach Ende des Krieges vollständig
abgebrochen. An seiner Stelle steht jetzt ein modernes Bürogebäude. Der
übriggebliebene Gartentrakt ist heute in Privatbesitz. |
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Bemerkenswert ist der riesige Ehrenhof des Palais Erzherzog Carl Ludwig.
Am zweigeschossigen Gartentrakt ist eine Vorhalle angebaut, welche der
Wagendurchfahrt vorgelagert ist. Eine Attika mit Putti aus Sandstein
schliesst die hofseitige Fassade gegen obenhin ab, und auch die
Gartenfassade ist reich gestaltet. Das auffällige Satteldach endet an
seinem höchsten Punkt in einem kuppelähnlichen Giebel. Im Inneren des
Palais hat sich vieles erhalten können. Der Raum über dem Vestibül
beeindruckt mit einer aufwendigen Holzkassettendecke im Sti der
Neorenaissance, und der Festsaal ist ebenfalls prachtvoll ausgestattet
mitunter mit sandfarbenen Stuccolustro-Verkleidungen und einer
Spiegeldecke, die reich mit Stuckarbeiten verziert ist. Vom grossen
Garten hinter dem Palais ist noch ein Teil übriggeblieben.
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