Das Palais
Erzherzog-Albrecht ist heute eher bekannt unter dem Namen Albertina. Es
steht auf der Augustinerbastei und ist quasi an die
Augustinerkirche
angebaut. Ursprünglich stand hier das Hofbauamt, welches um 1745 von
dessen Direktor Emanuel Teles Graf Sylva-Tarouca zu einem Palais
umgebaut wurde. Später kaufte Kaiserin
Maria Theresia das Gebäude und
verwendete es mitnuter als Gästehaus des Hofes. Um 1795 erhielt das
Palais Herzog Albert von Sachsen-Teschen, welcher das Gebäude in den
Jahren 1801-05 erweitern und umbauen liess. Herzog Alberts Nachkommen bewohnten das
Palais bis zum Ende der österreich-ungarischen Monarchie, bevor es in
den Besitz der Republik Österreich überging und seither die graphische
Sammlung beherbergt. Heute ist sie die grösste der Welt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Palais schwer beschädigt und danach
leider in reduzierter Form weider hergestellt. Man war aber darum bemüht,
den ursprünglichen Glanz zu erhalten und wieder instand zu stellen. So
findet man noch heute prunkvoll ausgestattete Räumlichkeiten vor mit
Stuck, Lustern, Statuen, Marmor und Intarsienböden. Das grosse
Reiterstandbild vor dem Gebäude am Ende der Augustinerbastei zeigt
Erzherzog Albrecht, welches 1899 von Caspar Zumbusch erschaffen wurde.
Die Albertina nach der Zerstörung
Rechts die Albertina, dahinter die
Nationalbibliothek. Blick in etwa von der
heutigen Goethegasse.