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Der Begriff „Maria vom
Siege“ geht auf ein gleichnamiges Gnadenbild zurück. Es zeigt die Geburt
Jesu und wurde im Dreissigjährigen Krieg (1618-1648) von den Calvinern
stark beschädigt. In der Schlacht am Weissen Berg in Prag trug man
dieses Bild beim Sturm gegen den mächtigen Feind voran. Der Sieg wurde
errungen, und als Dank erbaute man die Kirche Santa Maria della Vittoria
in Rom, das ‚Vorbild‘ der Fünfhauser Kirche Maria vom Siege.
Diese wurde von Friedrich
Schmidt, dem Erbauer des Wiener Rathauses, errichtet in den Jahren 1868
bis 1875, da aus der Siedlung der ‚fünf Häuser‘ im 19. Jrh. eine
aufstrebende und wachsende Vorstadtsiedlung geworden ist, deren stark
zunehmende Einwohnerzahl zur Notwendigkeit einer grossen Kirche führte.
Seit 1985 untersteht die Kirche dem Kalasantiner-Orden.
Die Kirche Maria vom Siege ist eines der markantesten sakralen Bauwerke
Wiens. Majestätisch thront der mächtige, 68m hohe neugotische Bau am
Gürtel auf der Fünfhauser Seite. Dem zentralen Kuppelbau sind zwei
Spitztürme vorgelagert, zwischen denen sich der Haupteingang zur Kirche
befindet. |
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