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Gardekirche

3. Bezirk, Rennweg 5
 

Mitte 16. Jrh. existierte am Ballhausplatz ein Spital. Im Jahre 1754 wurde dieses an den Rennweg verlegt gleich gegenüber der Belvedère Schlösser. Das Spital hatte seine eigene Spitalkirche, welche von 1755-1763 unter Maria Theresia errichtet wurde. Ihre ursprüngliche Bezeichnung lautete Kaiserkapitalkirche zum gekreuzigten Heiland. Mehrere Nationalitäten der habsburgischen Monarchie hatten in der Barockzeit und auch heute noch ein eigenes kirchliches Zentrum in Wien, in welchem die Messe in der jeweiligen Landessprache gehalten wird. So wurde die Gardekirche im Jahre 1897 das Zentrum des polnischen Ordens der Resurrektionisten. Symbol der feierlichen Übergabe sind zwei Gedenktafeln in deutscher und polnischer Sprache, welche Kaiser Franz Joseph I. gewidmet wurden.

Der Innenraum der Kirche ist in stilvollem Rokoko gehalten mit reichen Stuckverzierungen in weiss und gold und gilt als typisches Beispiel theresianischer Baukunst. Besonders wertvoll ist der rechte Seitenaltar mit dem Bildnis der heiligen Elisabeth von Portugal. Im Zweiten Weltkrieg entstanden an der Kirche Schäden am Dach und an den Fenstern. Rechts neben dem Portal steht eine Bronzestatue des Papst Johannes Paul II.
 


Gardekirche, Wien




 

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