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Auf
der Mölkerbastei, wo während der Türkenbelagerung einst die Stadtmauer
verlief, gleich gegenüber des
Universitäts-Hauptgebäudes steht das
liebevoll beannte und leicht schräg stehende Dreimäderlhaus. Errichtet
im Jahre 1803 ist es in Wien eines der besten Beispiele für Biedermeier
am Ende des josephinischen Klassizismus. Ein kleines Juwel, welches die
Stilepoche zwischen den napoleonischen Kriegen und der Revolution von
1848 gebührend repräsentiert.
Der Musikbewandte mag gleich die unmittelbare Assoziation zu Franz
Schubert und Heinrich Bertés gleichnamiger Operette mit Musik nach
Schubert machen. Angeblich soll Schubert einst die drei reizenden
Bewohnerinnen des Hauses angehimmelt haben. Das ist jedoch nicht belegt,
und man weiss nicht, ob Schubert überhaupt jemals in dem Haus war. Im
angrenzenden Pasqualati-Haus hat Ludwig van Beethoven einige Jahre
gewohnt. Hier hat er seinen ‚Fidelio‘ geschrieben.
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