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Canisiuskirche
9 Bezirk, Pulverturmgasse 11
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Anlässlich des 300. Todestag
des Heiligen Petrus Canisius, Hofprediger und Bischofsvikar von Wien in den
Jahren 1553/54, entschied die Marianische Kaufmannskongregation den Bau
einer Kirche zu Ehren des Heiligen. Es entstand der
Canisius-Kirchenbauverein, dessen Schirmherrin die Erzherzogin Maria Josefa
war, die Mutter des späteren Kaiser Karl I.
Der Spatenstich für den Bau der Kirche erfolgte am 31. Juli 1899, und rund
vier Jahre später, am 18. Oktober 1903, wurde sie eingeweiht. Entstanden ist
ein monumentales Bauwerk mit majestätischen Doppeltürmen, welche 85m in die
Höhe ragen. Die Kirche erhielt zunächst
den Weihtitel des leidenden Heilands am Ölberg, da zum Zeitpunkt der
Fertigstellung der künftige Namensgeber Petrus Canisius ein Seliger war, der
erst im Jahre 1925 heiliggesprochen wurde. Die Krypta ist der Seligen
Jungfrau Maria, Herrin und Beschützerin aller Sodalen (Anhänger einer
katholischen Bruderschaft) geweiht. |
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Die Oberkirche mit ihrem
grossen Langhaus und dem ausgeprägten Querschiff entstand nach den Plänen
von Gustav Ritter. Um den Hochaltar ringt sich ein Kapellenkranz, welcher in
seinen sieben Nischen die „Schmerzen der Muttergottes“ zeigt. Über dem Hauptportal, zu dem eine Freitreppe führt, sind die Statuen der
drei bedeutendsten Jesuiten Petrus Canisius, Ignatius von Loyola und Franz
Xaver, angebracht, das Werk von Franz Barwig. Im Jahre 1939 wurde die
Canisiuskirche die Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarre. In der Zeit des
Zweiten Weltkriegs reduzierte man das Geläute von drei auf eine Glocke. In
den 80er Jahren renovierte man das Dach der Kirche und später die Krypta.
1997 konnte durch eine grosszügige Spende eine neue Orgel eingebaut werden.
1999 wurden die Bilder an den Seitenaltären erneuert.
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Die noch freistehende Canisiuskirche
um 1907

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